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Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) zwischen fünf Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen (NRW) und Nordmazedonien

NW-Nordmazedonien BLP MoU Unterzeichnung

Fünf Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen und Nordmazedonien unterzeichnen am 27. Mai 2026 in Skopje ein MoU im Rahmen des Bund-Länder-Programms (BLP) zur Kooperation im Bereich Kreislaufwirtschaft mit dem Ziel eines kontinuierlichen Erfahrungsaustauschs. Sie bekunden die Absicht, gemeinsam ihre Curricula zu prüfen und praxisorientierter zu gestalten sowie bei für Kreislaufwirtschaft relevanten Veranstaltungen zukünftig zu kooperieren.

Am 27.05.2026 unterzeichneten die Rektor*innen von fünf Hochschulen aus NRW und Nordmazedonien in Skopje ein MoU zum kontinuierlichen Erfahrungsaustausch mit dem Schwerpunkt Kreislaufwirtschaft. Daran beteiligten sich die Kirill und Methodius Universität Skopje, das Institute for Research in Environment, Civil Engineering and Energy (Skopje), die Technische Hochschule Köln, die Fernuniversität Hagen und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Die Unterzeichnung des MoU fand in der Aula der Fakultät für Bauingenieurwesen der Kirill und Methodius Universität Skopje statt und wurde von Redebeiträgen der mazedonischen Bildungsministerin Vesna Janevska, der deutschen Botschafterin Petra Drexler, des GIZ-Landesdirektors David Oberhuber und der NRW Staatskanzlei Vertreterin Eva Durstewitz-Marschall eingeleitet. Alle Redner*innen betonten die Bedeutung internationaler Kooperation insbesondere in Bereichen, die für Umwelt und Klima relevant sind und ihre Unterstützung für diese neue Initiative der Partnerländer NRW und Nordmazedonien.

Zur Entstehung des Universitätsdialogs:

Die Kernkomponente des Bund-Länder-Programms (BLP) „Praxisorientierte Vorbereitung junger Führungskräfte für Transformationsprozesse in Nordmazedonien und im Kosovo“ (01.07.2025 – 31.12.2026) ist ein Stipendienprogramm mit Praktika in Deutschland, an dem seit 2022 insgesamt 90 Student*innen aus Nordmazedonien und dem Kosovo teilgenommen haben. Im September 2025 wurde beschlossen, dieses Projekt um die neue Komponente eines Universitätsdialogs zu erweitern.

Da dieses Projekt des Bund-Länder-Programms vom Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) im Rahmen seiner seit fünf Jahren etablierten Partnerschaft mit Nordmazedonien kofinanziert wird, wurden seit September 2025 Abstimmungsgespräche mit Universitäten in NRW und Nordmazedonien geführt. Die o.g. Hochschulen meldeten das größte Interesse an und verständigten sich darauf, Optionen für eine Kooperation und deren Formalisierung zu prüfen. Zur Etablierung des Universitätsdialogs nahmen Vertreter*innen der o.g. fünf Hochschulen Ende September 2025 an der Kirill und Methodius Universität Skopje an ersten Abstimmungsgesprächen teil, in denen man sich darauf einigte, den Fokus der Zusammenarbeit auf das Thema Kreislaufwirtschaft zu legen, da es hier sowohl in Nordmazedonien als auch in NRW dringenden Handlungsbedarf gibt. Im Anschluss erfolgten Entsendungen von Dozent*innen zu Veranstaltungen in Nordmazedonien und NRW. So nahm eine Referentin des Wuppertal Instituts aus NRW vom 24.-27.09.2025 am 21. Internationalen Symposium der Macedonian Association of Structural Engineers (MASE) zum Thema Recycling in der Bauwirtschaft in Ohrid teil und Herr Prof. Wolf, Vizepräsident der Technischen Hochschule Köln, beteiligte sich an der 11. Konferenz zur Kreislaufwirtschaft an der Kirill und Methodius Universität Skopje am 18.12.2025. Im Gegenzug nahmen fünf Professor*innen aus Skopje an der Fachmesse „Circular Valley Convention“ in NRW teil (Düsseldorf, 11./12. März 2026). Zudem wurde dieser Besuch genutzt, um mit den deutschen Partneruniversitäten in NRW den Text des MoU abzustimmen und zu finalisieren.  

Weitere Entwicklung nach der MoU-Unterzeichnung:

Bis Jahresende 2026 werden die beteiligten Hochschulen im Rahmen des per MoU formalisierten Universitätsdialogs gemeinsam ihre Curricula analysieren und ggf. mehr praxisorientierte Komponenten integrieren, um den Bedarf der Recyclingbranche und des Arbeitsmarkts besser zu adressieren. Darüber hinaus ist geplant, dass mazedonische  Hochschulvertreter*innen als Referent*innen an Veranstaltungen der europäischen Initiative Circular Week 26.-31.10.2026 in NRW teilnehmen. Durch regelmäßige digitale Meetings wollen die Partneruniversitäten sich gegenseitig über wichtige Konferenzen, Fachmessen u. ä. im Bereich Kreislaufwirtschaft informieren. Eine Ausweitung des Universitätsdialogs auf weitere Hochschulen aus NRW und Nordmazedonien (z.B. eine Integration der Mother Teresa University Skopje in das MoU) ist in einer Folgephase möglich.  

Petra Drexler
Deutsche Botschafterin Petra Drexler
Eva Durstewitz-Marschall (Staatskanzlei NRW)
Referentin für Internationale Angelegenheiten der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen Eva Durstewitz-Marschall 
GIZ-Landesdirektor Nordmazedoniens, David Oberhuber
GIZ-Landesdirektor Nordmazedonien David Oberhuber