Das Bund-Länder-Programm

Im Bund-Länder-Programm (BLP) kooperieren Bund und Länder in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ). Durch gemeinsame Projekte in verschiedenen Themenfeldern stärkt das BLP die Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Partnerländern und trägt zur Umsetzung der Agenda 2023 bei. Dabei orientiert es sich an den Kernthemen und Schwerpunkten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der deutschen Länder.

Ziele und Zielgruppen

Begutachtung von Arzneipflanzen in Uganda

Das BLP führt gemeinsame Projekte von Bund und Ländern durch, indem es die Entwicklungszusammenarbeit der deutschen Länder mit Programmen des Bundes in Partnerländern verknüpft. Neben der Koordination von Bund und Ländern in der EZ verfolgt das BLP das Ziel in den Partnerländern einen nachhaltigen Nutzen aus dieser Zusammenarbeit zu realisieren, also für Menschen, Gruppen, Organisationen durch positive Veränderungen einen Mehrwert zu schaffen. 
So unterstützt zum Beispiel Sachsen mit universitären Wissen zur medizinischen Wirkstoffentwicklung sein Partnerland Uganda bei der Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln aus traditionellen Heilpflanzen. So wird die Nutzung traditioneller Heilpflanzen verbessert und neue Einkommensquellen für die ländliche Bevölkerung erschlossen.
Die Zielgruppe der Bund-Länder-Projekte sind die Menschen in den Partnerländern, in denen das BLP Projekte umsetzt. Insbesondere politisch, wirtschaftlich und soziokulturell benachteiligte Personengruppen wie Frauen und Mädchen, Jugendliche oder Minderheiten zählen zu den Zielgruppen des Programms. 
Darüber hinaus fördert das BLP den Austausch zwischen den Akteur*innen der deutschen Länder. Es bietet regelmäßig Trainings an, um den Austausch zu Themen der Entwicklungszusammenarbeit zu fördern und Kompetenzen zu stärken. . Weitere Informationen dazu finden Sie unter dem Menüpunkt Fachaustausch und Lernen.

Umsetzung

Viele verschiedene Akteur*innen aus den deutschen Ländern beteiligen sich aktiv an der Umsetzung der BLP-Projekte und ergänzen so die Entwicklungszusammenarbeit des Bundes. Dabei bringen sie ihre spezifischen Fachkompetenzen ein – etwa Sachsen im Bereich Bergbau oder Schleswig-Holstein in der Minderheitenpolitik. 

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der Wissensaustausch auf Augenhöhe: Expert*innen aus Deutschland und den Partnerländern arbeiten gemeinsam an den Projekten und erzielen so maximale Wirkung. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Ministerien, Unternehmen, Fachinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen gewährleistet, dass Wissenstransfer keine Einbahnstraße bleibt, sondern alle Beteiligten profitieren – insbesondere die Menschen vor Ort. 

Ein Beispiel für ein erfolgreiches Projekt ist das Minigrid-Projekt, das in Zusammenarbeit mit Niedersachsen realisiert wurde. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Video.

Village Network

Partner & Finanzierung

Straßenverkehr und Fußgänger in Indien

Das BLP wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beauftragt und durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. Die Projekte werden vom BMZ gefördert, während die deutschen Länder durch Kofinanzierung sowie Bereitstellung von Personal, Räumlichkeiten, Stipendien oder Fortbildungen unterstützen. 

Der Erfolg des Programms basiert auf der Zusammenarbeit eines vielfältigen dezentralen Netzwerks aus Landesverwaltungen, wissenschaftlichen Institutionen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen. Zusätzliche Unterstützung erfolgt durch die Vorhaben der Technischen Zusammenarbeit der GIZ-Außenstruktur, an die die Maßnahmen angebunden sind. Dies ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit den Partnerländern und die Entwicklung bedarfsgerechter, nachhaltiger Maßnahmen. 

BLP Historie

Das Bund-Länder-Programm (BLP) der GIZ fördert seit 2015 die Zusammenarbeit zwischen deutschen Bundesländern und Partnerländern weltweit. 

Pilotphase (2015–2019) 
Das Programm begann 2015 mit 30 Projekten in den Bereichen Umwelt, Klima, Energie, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Governance sowie den Querschnittsthemen Gleichberechtigung der Geschlechter und Digitalisierung.

BLP 2 (2019–2023) 
In dieser Phase wurden 42 Projekte in 20 Ländern umgesetzt. Neben den bisherigen Themen kamen Pandemieresilienz, Gleichberechtigung der Geschlechter und Digitalisierung hinzu. Außerdem wurden neue Initiativen wie das Decentralised Development Lab eingeführt und ein Gender Serious Game entwickelt. 

BLP 3 (2023–2027) 
In dieser Phase wird auf den bisherigen Erfolgen aufgebaut. Die Themenschwerpunkte sind weiter gefasst und orientieren sich an den Kernthemen des BMZ. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wiederaufbau der Ukraine, wofür zusätzliche Mittel vom BMZ bereitgestellt wurden.

BLP

Das Team des Bund-Länder-Programms

Gruppenbild des BLP Teams

Das Bund-Länder-Programm (BLP) wird seit 2015 von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH umgesetzt. In ganz Deutschland kümmern sich regionale Projektteams um die Betreuung der BLP-Projekte, von der ersten Idee über die Antragsstellung bis hin zur Umsetzung und Berichterstattung. 

Sprechen Sie uns gerne direkt an, wenn Sie Fragen haben.

Programmleitung: Dieter Anders (dieter.anders@giz.de)
Stellv. Programmleitung: Jens Narten (jens.narten@giz.de)

 

Für die Bundesländer Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen, Schleswig-Holstein:
Projektmanagement: Steffen Heiseke (steffen.heiseke@giz.de)

Für die Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen:
Projektmanagement: Anja Glatzel (anja.glatzel@giz.de)

Für die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg:
Projektmanagement: Regina Tauschek (regina.tauschek@giz.de)
und Susanne Rappolder (susanne.rappolder@giz.de)

Für die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland:
Projektmanagement: Gabriele Kohlisch (gabriele.kohlisch@giz.de)