© GIZ
Tunesische Universität ENIT führt Bayerisch-Tunesischen Wasserstoff-Hub weiter - ein Projektende mit klarer Zukunftsperspektive
Abschlusskonferenz
Im Rahmen einer zweitägigen Abschlussveranstaltung wurde das Projekt „Stärkung des Bayerisch-Tunesischen Innovations- und Technology Hub für grünen Wasserstoff“ erfolgreich abgeschlossen.
© GIZ
© GIZ
Am ersten Tag wurde eine H2-Demonstrationsanlage feierlich von der Bayerischen Staatskanzlei an die École Nationale d’Ingénieurs de Tunis (ENIT) übergeben.
Der zweite Tag stand im Zeichen einer Fachkonferenz. Dabei rückten inhaltliche Fragen in den Fokus: Fachvorträge und Diskussionen beleuchteten unter anderem dezentrale Wasserstofflösungen, regulatorische Entwicklungen in Tunesien sowie technologische Ansätze zur Herstellung von grünem Wasserstoff, etwa aus Biomasse. Auch Anwendungen im Verkehrssektor und internationale Marktentwicklungen wurden thematisiert. Insgesamt nahmen vier Experten aus Bayern vor Ort und weitere virtuell teil.
© GIZ
Das BLP-Projekt Bayern-Tunesien
Das Projekt wurde im Rahmen des Bund-Länder-Programms durchgeführt, beauftragt vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und kofinanziert von der Bayerischen Staatskanzlei.
Die Umsetzung erfolgte in zwei Phasen: In der ersten Phase wurde der Hub aufgebaut, in der zweiten Phase gezielt gestärkt und weiterentwickelt. Dazu gehörten insbesondere die institutionelle Verankerung, die Intensivierung des Wissenstransfers sowie der Ausbau der Netzwerkaktivitäten.
Während der Projektlaufzeit entstand ein dynamisches Netzwerk zwischen Bayern und Tunesien, das maßgeblich dazu beitrug, Wissen und Kompetenzen im Bereich grüner Wasserstoff zu stärken. Der intensive Austausch zwischen Forschung, Industrie und Politik führte zu Kooperationen, die über den Projektzeitraum hinaus Wirkung entfalten werden.
Darüber hinaus erwies sich der H2-Hub als Katalysator für die tunesische Forschung: Er brachte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener tunesischer Universitäten zusammen, die nun gemeinsam an Forschungsprojekten im Bereich Wasserstoff arbeiten. So wurde unter anderem ein übergreifendes Forschungsprojekt initiiert, das drei Forschungslabore aus unterschiedlichen Universitäten vereint.
Besonders deutlich wurde, dass grüner Wasserstoff nicht nur ökologische Chancen bietet, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Perspektiven für Tunesien eröffnet. Die Kombination aus dem Potenzial an erneuerbaren Energiequellen, wachsender Expertise und internationaler Zusammenarbeit schafft neue Möglichkeiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Übergabe H2-Hub an die ENIT
Mit der Übergabe des H2-Hubs an die ENIT geht die Verantwortung nun offiziell in tunesische Hände über. Gleichzeitig markiert die Veranstaltung keinen Abschluss im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr den Beginn einer neuen Phase: Die geschaffenen Strukturen und Partnerschaften bilden eine solide Grundlage für zukünftige gemeinsame Initiativen im Bereich nachhaltiger Energietechnologien.
© GIZ
© GIZ
Der bayerisch-tunesische H2-Hub steht damit für eine erfolgreiche internationale Kooperation – und für das gemeinsame Ziel, die Energiewende aktiv und partnerschaftlich zu gestalten.