© Robin Teller
Über 100.000 Menschen in der Ukraine haben durch den russischen Angriffskrieg Gliedmaßen verloren. Um diesen Betroffenen eine bessere Lebensqualität und Teilhabe zu ermöglichen, hat das Land Nordrhein-Westfalen den Aufbau einer modernen Prothesen-Werkstatt in seiner ukrainischen Partnerregion, der Oblast Dnipropetrowsk, unterstützt.
Am 3. Juli 2026 wurde im Rehazentrum Solonyy Lyman (Oblast Dnipropetrowsk, Ukraine) eine moderne Prothetik-Werkstatt eröffnet – ein Projekt, das nicht nur medizinische Versorgung, sondern vor allem Lebensqualität und Selbstbestimmung zurückbringt. Initiiert und gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen (750.000 €) und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (545.000 €), entstand umgesetzt von der GIZ ein Ort, der schwerverletzten Menschen nach dem russischen Angriffskrieg eine Chance auf Mobilität und ein würdevolles Leben bietet.
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Mehr als Technik: Ein Schritt zurück in die Selbstständigkeit
Auf 300 Quadratmetern wurden fünf moderne Arbeitsplätze eingerichtet, an denen nach internationalem Standard ausgebildete Prothesen-Techniker*innen künftig maßgeschneiderte Prothesen herstellen und anpassen. Insgesamt wurden zehn Prothesen-Techniker*innen nach internationalen Standards ausgebildet. Doch das Projekt geht weit über die technische Versorgung hinaus: Es umfasst
- ganzheitliche Rehabilitation: Durch einen Fachaustausch mit dem BG Klinikum Duisburg werden nicht nur medizinische, sondern auch soziale Wiedereingliederungsstrategien entwickelt.
- nachhaltige Perspektiven: Betroffene erhalten nicht nur eine Prothese, sondern die Möglichkeit, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Die hohe Zahl an Amputationen in der Region ist eine tragische Folge des russischen Angriffskrieges. Minister Nathanael Liminski betonte bei der Eröffnung per Videokonferenz: “Die Prothesen-Werkstatt ist ein Ort der Hoffnung. Wer eine passende Prothese erhält, gewinnt weit mehr als Mobilität zurück – oft ist es die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig schmerzt es, dass es überhaupt einer solchen Werkstatt bedarf.”
Gouverneur Oleksandr Hanzha dankte der deutschen Unterstützung: „Für tausende Ukrainerinnen und Ukrainer bedeutet diese Werkstatt die Chance, wieder zu gehen, zu arbeiten und sich eine Zukunft aufzubauen. Danke an Nordrhein-Westfalen, die Bundesregierung und alle Partner, die dieses wichtige Projekt möglich gemacht haben.“
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Die GIZ als Brückenbauerin
Als Projektträgerin hat die GIZ die Umsetzung maßgeblich begleitet – von der Planung über die Ausbildung der Fachkräfte bis hin zur Vernetzung mit deutschen Expert*innen. Dieses Engagement zeigt, wie internationale Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung in Krisenzeiten konkrete Hilfe ermöglichen.
„Die Prothesen-Werkstatt ist ein Ort der Hoffnung für viele schwerverletzte Menschen in Dnipropetrowsk. Denn wer eine passende Prothese erhält, gewinnt weit mehr als Mobilität zurück – oft ist es die Chance auf eine Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig schmerzt es, dass es überhaupt eine solche Werkstatt braucht. Die hohe Anzahl an Amputationen zeigt einmal mehr die ganze Grausamkeit des russischen Angriffskrieges. Umso wichtiger ist es, die Ukraine dabei zu unterstützen, immer wieder aufzustehen, die Not der Menschen zu lindern und die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird im Rahmen ihrer Regionalpartnerschaft mit Dnipropetrowsk der menschenverachtenden Brutalität des russischen Angriffskrieges weiter tatkräftige Mitmenschlichkeit entgegensetzen.“ Zitat Nathanel Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen |
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