Kenia ist Vorreiter beim Ausbau von erneuerbaren Energien in Afrika. Bis 2030 sollen 100% der Elektrizität des Landes aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Eine wichtige Dimension dieser Strategie ist der Einstieg in die Produktion von grünem Wasserstoff sowie Power-to-X-Technologien, wofür derzeit die geeigneten institutionellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. In Kenia produzierter grüner Wasserstoff ist eine attraktive Alternative zu fossilen Brennstoffen und stärkt die Energieunabhängigkeit des Landes.
Ziel ist der Aufbau einer bayerisch-kenianischen Kooperationsplattform zur Förderung eines grünen Wasserstoff-Ökosystems in Kenia. Die Plattform will mit ihren Maßnahmen Allianzen zwischen bayerischen und kenianischen Akteuren der Privatwirtschaft, der Forschung und Entwicklung sowie der Aus- und Weiterbildung im Bereich grüner Wasserstoff etablieren und langfristig fördern.
Die zwischen dem Freistaat Bayern und Kenia vorgeschlagene Kooperationsplattform für grünen Wasserstoff will mit ihren Maßnahmen Allianzen zwischen Akteuren der Privatwirtschaft, der Forschung und Entwicklung sowie der Aus- und Weiterbildung im Bereich grüner Wasserstoff fördern. Darüber hinaus soll die Plattform zur stärkeren Kooperation mit anderen, relevanten Netzwerken in Bayern, Deutschland, Europa und internationalen Netzwerken beitragen (u.a. auch mit der bestehenden Kooperationsplattform zwischen Bayern und Tunesien).
Partner in Kenia sind das Ministry of Energy and Petroleum (MoEP) sowie die größte kenianische Stromerzeugungsgesellschaft Kenya Electricity Generating Company PLC (KenGen), mit der das TZ-Vorhaben ebenfalls kooperiert. Darüber hinaus werden Branchenverbände wie der kenianische Wasserstoffverband (Kenya Green Hydrogen Association, KGHA) und Forschungseinrichtungen wie das Kenya Industrial Research and Development Institute (KIRDI) und lokale Universitäten eingebunden. Bayern verfügt im Bereich grüner Wasserstoff über vielfältiges Know-how und wichtige Schlüsselakteure. Dazu gehören Ingenieurs-Hochschulen und Forschungsinstitute, u.a. die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH), die Fraunhofer Gesellschaft oder die Technische Universität München (TUM). Daneben wird das Projekt durch das Wasserstoffbündnis Bayern (H2.B) und die Bayerische Forschungsallianz unterstützt.