Das Fehlen angemessener Angebote für die bedarfsgerechte medizinische Behandlung in Krankenhäusern erhöht das Risiko einer langfristigen Verschlechterung der medizinischen Versorgungslage für die ukrainische Bevölkerung vor allem in Städten nahe den Frontabschnitten, wie z.B. der Stadt Zaporizhzhya. Der Fortbildung von medizinischem Fachpersonal und Experten der Krankenhausverwaltung und -organisation gerade in diesen Gegenden kommt deshalb eine hohe Priorität zu. In der Ausgestaltung der medizinischen Fortbildung in Krankenhäusern der Ukraine fehlen in der Regel fortlaufende Weiterbildungsmöglichkeiten und Lehrmaterialien im Sinne einer continuous medical education, die an die besonderen Kriegsbedingungen und Notfall- und Versorgungslagen z.B. infolge von Drohen- und Raketenbeschuss angepasst sind, um dem seit Kriegsbeginn massiv gestiegenen medizinischen Bedarfen in Sachmitteln, Fort- und Weiterbildungen, Fachaustauschen sowie konzeptionellen Planungen vor Ort gerecht zu werden. Hier setzt das Projekt an, indem in zwei Stadtkliniken in der ukrainischen Stadt Zaporizhzhya Möglichkeiten medizinischer Weiterbildung und eines Fachaustauschs angeboten werden, die medizinische Ausstattung verbessert sowie eine fundierte Planung für medizinische Massennotfälle und Rehabilitations-Management durch Kooperation mit der Universitätsklinik Magdeburg vorangetrieben wird.
© Dirk Ostermeier
Projektzeitraum -
Kontinent Europa
Bundesland Sachsen-Anhalt
Partnerland Ukraine
Projektstatus Laufend in BLP 3